Masters of Ceremony in der Elbphilharmonie

Viermal am Stück ein ausverkaufter Großer Saal, das ist selbst für die Elbphilharmonie erwähnenswert. Insgesamt 8000 begeisterte Zuschauende feierten am 8. und 9. April die Artists vom Ensemble Resonanz und der HipHop Academy Hamburg für ihr kreatives Crossover-Projekt „Masters of Ceremony“.

Di. 14. Apr. 2026

Sebastian Madej

HipHop Academy und Ensemble Resonanz feierten im Großen Saal ein kreatives Crossover

Das Besondere: Jung und Alt bejubelten gemeinsam die großartige Performance der Künstler*innen. Mit „Masters of Ceremony – Hip Hop meets Classic“ ausgehend von Igor Strawinskys Ballett „Apollon musagète“ zeigte das Ensemble aus neun Streicher*innen, fünf Street-Tänzer*innen, zwei Rappern und einer Sängerin unter der Regie von Marlene Schleicher & Choreograph Nils “Storm” Robitzky, wie gut Klassik und HipHop zusammenpassen – und dass Kunst mühelos Grenzen überwindet, die in vielen Köpfen festgefahren scheinen. Im Zusammenspiel von Klassik, Rap und Breakdance untersuchte das Stück die Mechanismen der Manipulation in unserer Gesellschaft und thematisierte Wahrheit und Fake in dieser außergewöhnlichen Zeit. 

"Denn tatsächlich ist "Masters Of Ceremony" für ein nur eine Stunde langes, für SchülerInnen konzipiertes Stück erstaunlich vielschichtig und komplex, trotz weniger Kulissen-Elemente bildreich und in den Details virtuos - starkes Stück"

Hamburger Abendblatt

Schulklassen begeistert von der Performance

Morgens in den Schulvorstellungen wurde es im Verlauf der Vorstellung ganz still und konzentriert im Wechsel mit begeistertem Zwischenapplaus nach den großartigen Songs, den energiegeladenen Performances der Tänzer*innen und dem virtuosen Spiel der Streicher*innen – gleichermaßen für den Klassikpart wie für Hip Hop. Die Artist der Academy funktionierten als Team und man kann eigentlich niemanden herausstellen. Egal ob Mallekids Headspin, der großartige Gesang von Gege und Sebó, Amir107 mit starkem Rap, die großartige Choreo von Storm, auf dem Punkt performt von Slunch, Andy Calypso, Mer-C und Jenny Love. Sogar die Streicher und Streicherinnen tanzten gemeinsam mit den Hip Hoppern, wenn sie nicht gerade ihre Instrumente bis zum Äußersten forderten. Und die Jugend war schwer beeindruckt: „Ich fand das Stück sehr gut“, so Schülerin Linea und auch ihre Klassenkameradin Alice war „vollkommen verzaubert von der Performance“. 

Dank an die Elbphilharmonie für diese tolle Chance

Auch in den Abendvorstellungen wollte der Applaus kaum enden. Die Songs von George Brenner und Tobais Schwencke mit den Texten von Sebó und Amir107 blieben als Ohrwurm im Gedächtnis. Das alles schreit geradezu nach einer Fortsetzung und neuen Crossover-Projekten. „Masters of Ceremony“ hat eines gezeigt, den Großen Saal füllen, das geht auch mit Hip Hop. Vielen Dank an die Elbphilharmonie, die dieses großartige Experiment ermöglicht hat. 

Text & Redaktion: Dr. Stefanie Hörmann
Fotos: Tanja Hall / Sebastian Madej