Unsere Geschichte

Gunda Wahl

Kultur von und für Menschen – das war Ende der 1970er Jahre der Gründungsgedanke der Stadtteilinitiative und ist auch heute wichtiger Teil unser Arbeit.

Gunda WahlGründungsmitglied der ersten Stunde (+ 2010)

Wie alles begann

Der Kultur Palast ist heute eine wichtige Säule der kulturellen Integration in Hamburgs Osten und weit darüber hinaus. Doch auch der Kultur Palast hat mal klein angefangen. Kultur von und für Menschen – das war Ende der 1970er Jahre der Gründungsgedanke der Stadtteilinitiative.

Soziokulturelle Bewegung

Ende der 70er Jahre gründeten sich in Deutschland Initiativen und Vereine, um „Kultur von allen – Kultur für alle" in selbstverwalteten Kulturzentren einzufordern. In Billstedt starteten 1980 engagierte Menschen die „Initiative für den Aufbau und die Weiterführung eines Stadtteilkulturzentrums" und gründeten einen Verein. Ihr Ziel: Musik, Kultur und Miteinander für 110.000 Menschen in Billstedt und Horn anzubieten. Ein Verein ohne „festen Wohnsitz“.

Warum wir Kultur Palast heißen

In einer aufsehenerregenden Aktion besetzten die Mitglieder 1982 friedlich die ehemalige Polizeiwache 93 in Billstedt. Bürgermeister Klaus von Dohnanyi versprach: „Billstedt bekommt zügig sein Stadtteilkulturzentrum." Nach erfolglosen Verhandlungen mietete der Verein 1986 auf eigene Faust einen kleinen Laden im Schiffbeker Weg 8 an. Ein Raum ohne Heizung und Toiletten. Doch die Gründerinnen und Gründer nahmen es mit Humor und tauften den Laden "Kultur Palast". Symbolbild für den Kampf um eine kulturelle Heimat wurde der Frosch, der einen Palast für die Kultur in Billstedt und Horn suchte. 

Die Stiftung heute

Mittlerweile ist die Stiftung Kultur Palast – als Non-Profit-Organisation – ein wichtiger Teil einer diversen urbanen Stadtgesellschaft, die die integrative Kraft verschiedener Kulturangebote erkannt hat und für die Vermittlung von Werten wie Respekt, Toleranz und Gewaltfreiheit nutzt. Die Schaffung kultureller Identität und Zugehörigkeit sowie gegenseitige Wertschätzung im täglichen Umgang sind ebenso Ziele der täglichen Arbeit, wie die Schaffung von Heimat und Integration.

Chronik